Alien Isolation (2014)

In den vergangenen Wochen habe ich wieder angefangen eines meiner Lieblingsspiele für die aktuelle Konsolengeneration zu spielen.

In dem Spiel Alien Isolation, schlüpft man in die Rolle von Amanda Ripley, der Tochter von Ellen Ripley aus den Alien Filmen. Amanda ist nach einem Unfall alleine auf einer Raumstation, auf der scheinbar einiges nicht normal ist.

Ganz alleine ist Amanda dann allerdings doch nicht. Auch Androiden, die erschaffen worden sind, um Menschen zu assistieren sind auf dieser Raumstation – und, wie der Name des Spiels verrät, ein Alien.

Genretechnisch ist Isolation ein Schleichspiel. Man darf so gut wie keine Geräusche machen, da einen das Alien sonst ortet. Zwischendurch gibt es damm immer kleine Kampfeinlagen mit den ausßer Kontrolle geratenen Androiden.

Zwei Punkte machen dieses Spiel zu einem für mich wichtigem Spielerlebnis, dass ethische und auch theologische Fragen aufwirft.

  • Einsamkeit

Das gesamte Spiel über hat man trotz aller Bedrohungen stets ein Gefühl der Einsamkeit. Alleine auf einer riesig großen Raumstation. Niemand, der von Außen helfen kann. Abgeschnitten von dem Rest der Welt. Das Grundgefühl Angst wird hierdurch sehr stark vermittelt. Mehr als einmal redet die Protagonistin sich selber Mut zu – alleine um eine Stimme zu hören. So kann sich Amanda vergewissern, dass Sie wirklich da ist, real ist. Kleine Momente der Hoffnung zur Kontaktaufnahme mit anderen werden oft im Keim erstickt – und dennoch treibt einen das Spiel dazu, sich dieser (virtuellen) Angst zu stellen und weiterzugehen. Gegen die Angst und die Einsamkeit. Aller Vernunft und Wahrscheinlichkeit zum Trotz, geht das Spiel nur weiter, wenn man sich diesen unangenehmen Gefühlen, die Amanda überkommen, stellt. Dabei bleiben die Gefühle jedoch nicht ausschließlich bei Amanda. Durch die First-Person Perspektive des Spiels, ertappt man sich immer wieder dabei, das einem selber Schauer der Verzweiflung und Angst überkommen. Diese Gefühle sind so exzellent in Szene gesetzt, dass man wirklich diese Dilemmasituation gleichsam „miterlebt“. Selten habe ich nahc Beeindigung eines Spiels das Gefühl gehabt, nicht nur unterhalten worden zu sein, sondern auch mich selber etwas mehr kennengelernt zu haben. Das klingt theatralisch, aber gerade in der Verbindung mit den folgenden beiden Punkten, beshcäftigte mich das Spiel tatsächlich noch mehrere Wochen im Anschluss – und es ist eines der wenigen Spiele, die ich freiwillig erneut spiele.

Sicherlich ist hier wichtig zu bemerken, dass dieser Effekt der Einsamkeit und der Auseinandersetzung damit nur zustande kommen kann, wenn man auch in Film oder Literatur etwas für die Genres SciFi und Horror übrig hat.

  • Künstliche Intelligenz

Durch die Androiden, die in dem FIlmuniversum ebenfalls etabliert sind, stellt das Spiel eine weitere große und aktuelle ethische Frage. Wie weit können wir ethisch vertretbar in der Robotik und Entwicklung von KI gehen. Hier werden Hilfsroboter, die eine klare Programmierung haben vorgestellt. Diese Programmierung, die an sich die Unterstützung der Menschen zum Ziel hat, wird aber korumpiert. Dies geschieht hier durch das große monopolistische Unternehmen Weyland-Yutani. Die Firma, die die Androiden hergestellt hat, hat sich eine Hintertür geschaffen, die angegene Programmierung bei Bedarf sofort aus der Distanz zu überschreiben, wenn es den eigenen Zwecken dient.
Dieser Gedanke ist auch in unserer Welt, in der künstliche Intelligenz und Algorithmen in den Händen weniger, großer Unternehmen maßgeblich entwickelt werden, nicht mehr nur in den Gedanken von Verschwörungstheoretikern. Es braucht eine ethische Kontrollinstanz bei der Entwicklung und der Bereitstellung von Algorithmen und KI. Hier kann m.E. Kirche eine wichitge Rolle einnehmen. Ich denke, im Bereich Science-Fiction ist hier eine hohe kritische Reflexion der gesellschaftlichen Phänomene zu finden, die nicht ernt genug genommen werden kann.